13.09.2011, 19:29:25 Uhr

Betriebsrat und Helios einigen sich auf Interessenausgleich und Sozialplan – Entlassungen an beiden Standorten

Krankenhäuser in Rottweil und Schramberg: 217 Stellen fallen weg


KREIS ROTTWEIL, 13. September (him) - Mit dem Verkauf der Krankenhäuser in Rottweil und Schramberg an den Helios Konzern durch den Landkreis war auch die Schließung des Schramberger Krankenhauses verbunden. Der Konzern hatte ebenfalls angekündigt, dass dann massiv Stellen abgebaut werden. Am Dienstag, teilt Helios-Sprecherin Andrea Schmider mit, habe man „einvernehmlich…die Verhandlungen über Interessenausgleich und Sozialplan wegen der Schließung des Schramberger Krankenhauses abgeschlossen."


Die förmliche Unterzeichnung solle in den nächsten Tagen erfolgen. „Aufgrund der zum Jahresende geplanten Schließung des Krankenhauses Schramberg werden insgesamt 217 Stellen entfallen“ heißt es weiter. Und: „Da die Sozialauswahl beide Standorte erfasst, sind sowohl Mitarbeiter aus Schramberg als auch aus Rottweil von diesem Personalabbau betroffen.“

Die Verhandlungen über Interessenausgleich und Sozialplan in der Helios Klinik Rottweil seien einvernehmlich abgeschlossen worden. Seit Juli habe es Gespräche zwischen Klinikgeschäftsführung und Gesamtbetriebsrat gegeben, „weil durch die Schließung des Schramberger Krankenhauses 217 Arbeitsplätze entfallen und für die betroffenen Mitarbeiter ein Sozialplan ausgearbeitet musste.“

Am Dienstag hätten sich die Verhandlungsparteien – die Klinikgeschäftsführung der Helios Klinik Rottweil einerseits, die Vertreter des Gesamtbetriebsrates andererseits - geeinigt. Es sei gelungen, so Klinikgeschäftsführer Tobias Meixner, „einen Kompromiss zu finden, der den schwerwiegenden Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden müssen, so weit wie irgend möglich gerecht wird.“

„Mit dem heutigen Tag und diesem Verhandlungsergebnis beenden wir die Ungewissheit für unsere Kolleginnen und Kollegen“, so Klaus-Peter Wagner, Betriebsratsvorsitzender in Rottweil und Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates. Jürgen Roßmannek, Betriebsratsvorsitzender aus Schramberg: „Wir haben in den vergangenen zwei Tagen hart gekämpft, um für unsere Kolleginnen und Kollegen, die eine Kündigung bekommen werden, ein möglichst gutes Ergebnis zu erreichen.“



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