Nun kommt er doch noch, der Winter. Von einigen wurde er schon schmerzlich vermisst, von anderen bereits freudig abgehakt für dieses Jahr. Man meinte, bei den lauen Temperaturen, des morgens schon Vöglein zwitschern zu hören. Weit gefehlt. Das Pfeifen stammt derzeit von eisigen Winden, die von Sibirien zu uns herüberwehen.
Sollten Sie schon immer mal mit einer Arktisdurchquerung geliebäugelt haben, wäre der Zeitpunkt jetzt günstig , in diesen Tagen brauchen Sie dazu noch nicht einmal das Land zu verlassen.
Allen anderen Weicheiern rate ich dringend, sich diese Woche noch entsprechend auszurüsten, haltbare Lebensmittel zu bunkern und durch regelmäßig angewandtes, autogenes Training die Körpertemperatur auf einem Durschnittswert von circa 37 Grad zu halten.
Dazu nehmen Sie (auch am Arbeitsplatz, berufen Sie sich dabei auf mich) von Zeit zu Zeit eine bequeme Stellung ein, konzentrieren sich ganz auf sich selbst und wiederholen dabei drei mal:
„Mir ist wahnsinnig warm...!“
Ungeübte, denen es an innerer Überzeugungskraft mangelt, achten dabei bitte unbedingt darauf die Zunge aus dem Weg zu halten, um Verletzungen beim Zähneklappern zu vermeiden.
Außerdem rate ich einmal mehr eindringlich zu temperaturangemessener Bekleidung.
Unumgänglich sind dabei Angora-Unterwäsche und Wollstrümpfe. Schönheit muss hier eindeutig Nebensache sein, denn bläulich verfärbte Frostbeulen sind auch nur bedingt sexy.
Und wenn nächtens dann die Temperaturen ins Bodenlose stürzen, seien Sie nicht zimperlich: teilen sie ihr unterkühltes Bett mit wessen immer Sie habhaft werden. (Berufen Sie sich dabei auf mich!)
Am Busen der Natur fühlt sich der Mensch am wohlsten, oder zumindest doch der überwiegende Teil der Menschheit. Man ist allenthalben auf der Suche nach dem Ursprünglichen und sehnt sich zurück in Zeiten, in denen der Mensch entweder Sammler oder Jäger und eins war mit der Natur. Welches Glücksgefühl müssen darob kürzlich die arglosen Wanderer verspürt haben, die sich im schweizerischen Graubünden unverhofft dem Ürsprünglichen vis a' vis sahen.[weiterlesen]
Jahrelang stach mir, wann immer ich einen Parkplatz betrat, schon von Weitem mein in dezent verwaschenem Feuerwehrrot gehaltener Kleinwagen ins kurzsichtige Auge. Stets war er mehr oder weniger problemlos aufzufinden, auch auf riesenhaften Parkplätzen mit größeren Ansammlungen fahrbarer Untersätze. Denn der meinige war ein Individuum. Kein anderer kam ihm gleich.[weiterlesen]
Nun ist Ostern auch schon wieder gegessen – im wahrsten Sinne des Wortes. Trotz aller guten Vorsätze es minimalistisch anzugehen, sind ein Großteil der Schokoladen-, Blätterkrokant- und Trüffeleier bereits wieder Geschichte, um nicht zu sagen transformiert in Moleküle völlig anderer Beschaffenheit und Daseinsform.[weiterlesen]
Nachdem man längere Zeit mit eiserner Willenskraft versuchte sich sämtliche Viren, Bakterien und sonstiges Ungetier vom Halse zu halten, gibt es für selbige diese Woche kein Halten mehr. Mit Macht sind besagte Erreger vielerorts nun doch über obere, untere oder sonstige Atemwege hereingebrochen und tatsächlich kann sich noch glücklich schätzen, wer nur die Atemwege davon befallen spürt.[weiterlesen]
Liegenbleiben - wer tut das nicht gern, vor allem, wenns wie derzeit draußen so kalt ist. Draußen, außerhalb der Bettdecke...Mein Auto mag das auch. Es bleibt auch sehr gern liegen. Allerdings nicht im Warmen, sondern mit Vorliebe in der Eiseskälte, auf unwirtlichen Landstraßen oder vor einem vielbefahrenen Kreisverkehr. [weiterlesen]
Geradezu gebannt saß ich kürzlich vor der Mattscheibe, als
ich Berichte zur Vorwahl der republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten
verfolgte. Was sich da an Schlichtheit
und Rechtschaffenheit auf den Wahlkampf-
Bühnen tummelt, treibt einem hierzulande
beinah Tränen ins Auge. Mein persönliches Highlight war dabei
die Aussage der Gattin des bisher aussichtsreichsten
Kandidaten Mitt Romney: „Ich
fragte meinen Mann: Kannst du Amerika
retten? Und er sagte: Ja, das kann ich!“[weiterlesen]
Die letzte Beratung vor dem Jahreswechsel widmet sich ganz den veterinärmedizinischen Aspekten des Christfestes und den damit verbundenen psychischen Belastungen diverser tierischer Mitbewohner, die speziell um Weihnachten herum plötzlich allenthalben im Mittelpunkt des Interesses stehen und darob extrem gestresst wirken.[weiterlesen]
Es naht der zweite Advent und Sie tummeln sich immer noch mehr oder minder leicht bekleidet in Gottes freier Natur? Radeln fröhlich durch saftig grüne Wiesen und halten beim Spaziergang genussvoll das Gesicht in wärmende Sonnenstrahlen anstatt sich auf Weihnachten vorzubereiten? Nun, da kann ich nur warnen: die Realität wird Sie bald einholen![weiterlesen]
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